Mifa in der Presse
Zukunft der E-Bike-Mobilität - 50. Münchner Salutaris-Gesprächsrunde
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Finanzmanager Carsten Maschmeyer (52) steigt ins Fahrradgeschäft ein! Der AWD-Gründer übernimmt 29 Prozent der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa). Das Unternehmen war einst DDR-Vorzeigebetrieb, später Konkurskandidat. Maschmeyer glaubt fest an den Erfolg der Firma. BILD meint: Aufschwung auf zwei Rädern!
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung Datum: 07.10.2011 Seite: 1
Maschmeyer steigt aufs Rad
Wirtschaft: Carsten Maschmeyer steigt ins Fahrradgeschäft ein. Der frühere Eigentümer des Finanzdienstleisters AWD beteiligt sich mit 29 Prozent an den Mitteldeutschen Fahrradwerken. Beim derzeitigen Kurs von 5,20 Euro ist das Aktienpaket 12 Millionen Euro wert.
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung Datum: 07.10.2011 Seite: 9
Maschmeyer steigt in die Pedale
Früherer AWD-Chef beteiligt sich an Fahrradfabrik Mifa
Von Albrecht Scheuermann Hannover. Vergangenes Jahr hatte er den Einstieg in eine Biotechnologie- Neugründung bekannt gegeben, nun investiert Carsten Maschmeyer in einen Fahrradhersteller. Der frühere Eigentümer und Chef des Finanzdienstleisters AWD in Hannover hat knapp 29 Prozent der Anteile der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) erworben, wie das Unternehmen in Sangerhausen am Donnerstag mitteilte. Gemessen am Börsenkurs von 5,10 Euro am Donnerstag ist das Aktienpaket etwa 12 Millionen Euro wert. Verkäufer ist nach Angaben aus Unternehmenskreisen der Unternehmer Michael Lehmann, der 1996 den seinerzeit angeschlagenen Fahrradhersteller zusammen mit dem derzeitigen Mifa- Vorstandschef Peter Wicht übernommen hatte. "Die Bereiche Gesundheit, Fitness werden zukünftig stark wachsen", erklärte Maschmeyer zu den Beweggründen seines Engagements. Mifa besitzt in Sangerhausen nach eigenen Angaben die modernste und effizienteste Fahrradfabrik Deutschlands mit einer Gesamtkapazität von bis zu einer Million Fahrrädern pro Jahr. Im Geschäftsjahr 2010 produzierte Mifa 640 000 Räder und erzielte damit einen Umsatz von 76,5 Millionen Euro. Damit komme man in Deutschland auf einen Marktanteil von rund 30 Prozent. Das Geschäft hat dieses Jahr stark angezogen: Im ersten Halbjahr wurde mit 77,1 Millionen Euro 44 Prozent mehr Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum, der Jahresüberschuss war mit 3,7 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsperiode. Auch andere deutsche Fahrradhersteller meldeten zuletzt starke Geschäftszuwächse. Die gute Lage der Branche hat offenbar Investoren aufmerksam gemacht. So wurde erst kürzlich die Übernahme des Cloppenburger Fahrradunternehmens Derby Cycle durch eine holländische Gruppe bekannt gegeben. Maschmeyer hat vor wenigen Jahren seine Anteile an dem Finanzvertriebsunternehmen AWD an den Schweizer Swiss-Life-Konzern verkauft. Insgesamt nahm die Familie mehr als eine halbe Milliarde Euro durch den AWDVerkauf ein. Einen Teil davon hat Maschmeyer in Swiss-Life-Aktien investiert, er sitzt bei dem Lebensversicherer auch im Verwaltungsrat. Ende 2010 hatte Maschmeyer zusammen mit dem Münchener Neurowissenschaftler Florian Holsboer eine Firma gegründet, die Medikamente gegen Depressionen entwickeln soll.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung Datum: 07.10.2011 Seite: 180
Maschmeyer sattelt auf Mifa um
VON ANTONIE STÄDTER SANGERHAUSEN/ MZ - Er feiert mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder Geburtstag, pflegt eine Freundschaft mit Bundespräsident Christian Wulff, betreibt mit dem früheren Regierungsberater Bert Rürup eine Beratungsfirma, Schauspielerin Veronica Ferres ist seine Lebensgefährtin. Und nun hat er ein Auge auf Sangerhausen geworfen: Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer steigt bei den Mitteldeutschen Fahrradwerken (Mifa) ein. Wie das seit gut sieben Jahren börsennotierte Traditionsunternehmen bekannt gab, hat der Hannoveraner Multimillionär 28,65 Prozent der Aktien erworben. Beim gegenwärtigen Börsenkurs ist das Aktienpaket etwa zwölf Millionen Euro wert. Maschmeyer plant nach eigenen Aussagen ein langfristiges Engagement: "Die Bereiche Gesundheit, Fitness werden zukünftig stark wachsen", kommentierte er seinen Einstieg. " Damit bekommt Mifa einen prominenten Großaktionär, der nicht nur als millionenschwerer Unternehmer von sich reden machte, der etwa für die Aktion "Ein Herz für Kinder" mal eben öffentlichkeitswirksam 1,4 Millionen Euro spendete. Für viele ist der Gründer der Finanzvertriebsgesellschaft AWD auch eine Reizfigur. Die Firma, deren Co-Chef er bis 2009 war, hat den Ruf, auf Kosten von Anlegern Geld gemacht zu haben. In einem Anfang des Jahres gesendeten Beitrag titulierte ein NDR-Magazin ihn als "Drückerkönig". Maschmeyer wehrte sich vehement - bis der Streit im Sommer überraschend beigelegt wurde. Zuvor waren noch 18 Verfahren anhängig gewesen. Offiziell wurde nicht bekannt gegeben, wer Maschmeyer die Anteile verkauft hat. Offenbar handelt es sich dabei um den Unternehmer Michael Lehmann, der 1996 den damals angeschlagenen Fahrradhersteller zusammen mit dem derzeitigen Mifa- Vorstandschef Peter Wicht übernommen hatte und zuletzt mit ihm jeweils die Hauptanteile besaß. Laut Bundesanzeiger ist er nicht mehr an Mifa beteiligt. Peter Wicht geht davon aus, dass der neue "nicht nur finanzstarke, sondern auch erfahrene Aktionär" dem Unternehmen in vielerlei Hinsicht helfen könne - etwa bei Fragen des strategischen Vorgehens im Unternehmen. "Ich bin sehr zufrieden, dass es so gekommen ist", sagte er über den Einstieg Maschmeyers. Am Geschäftsmodell oder dem Unternehmen werde sich mit der neuen Aktionärsstruktur aber nichts ändern. Die Aktien des Fahrradherstellers reagierten gestern positiv auf die Neuigkeit. Der Firmenchef selbst hat seine Anteile auf 29,1 Prozent erhöht und ist damit weiter größter Eigner. "Ich glaube langfristig an unser Unternehmen und bin vom Zukunftserfolg überzeugt", sagt er. Er sehe noch enormes Entwicklungspotenzial. Mifa profitiere etwa vom Trend zum Elektrofahrrad. Im ersten Halbjahr 2011 erzielten die knapp 500 Mitarbeiter starken Fahrradwerke aus Sangerhausen einen Umsatz von rund 77 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Voriges Jahr produzierte Mifa insgesamt 640 000 Fahrräder. Die Fabrik hat nach Firmenangaben eine Gesamtkapazität von bis zu einer Million Stück pro Jahr. Täglich werden mehrere Tausend Fahrräder unter dem Namen Mifa aber auch für Handelsmarken im Sangerhäuser Werk montiert.
Quelle: Börsen-Zeitung Datum: 07.10.2011 Seite 10
Maschmeyer steigt bei Mifa auf den Sattel
AWD-Gründer muss aber auf hinteren Tandemsitz
Von Ulli Gericke, Berlin
Carsten Maschmeyer kommt zu spät. Noch vor Jahresfrist hätte der Gründer und ehemalige Co-Chef der Finanzvertriebsfirma AWD den jetzt erworbenen knapp 29-prozentigen Anteil an der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) für deutlich weniger als 5 Mill. Euro bekommen. Beim Börsenkurs von nahezu 5 Euro am Mittwochabend ist das Aktienpaket fast 12 Mill. Euro wert. Verkäufer ist dem Vernehmen nach Michael Lehmann, der zusammen mit seinem Kompagnon Peter Wicht die 1907 gegründete Mifa 1996 aus einer Auffanggesellschaft heraus übernommen hatte. Beide führten den ehemaligen volkseigenen Betrieb dann 2004 an die Börse. Verglichen mit dem Emissionspreis erlöst Lehmann jetzt nur gut die Hälfte der damaligen 9,25 Euro.
Doch trotz seines beachtlichen Engagements muss Maschmeyer hinten auf dem Mifa-Tandem Platz nehmen. Denn im gleichen Moment, in dem der Lebenspartner der Schauspielerin Veronica Ferres 28,65 % der Aktien erwarb, stockte Vorstandschef Wicht seinen eigenen Anteil auf 29,10 % auf - womit der Platz am Lenker gesichert ist. Dass aber auch der Sozius fleißig strampeln muss, weiß auch Maschmeyer: Mit den Worten "Die Bereiche Gesundheit, Fitness werden zukünftig stark wachsen" begründet der Ex-AWDler sein Engagement im sachsen-anhaltinischen Sangerhausen.
Der mit einem Anteil von etwa 30 % größte deutsche Fahrradhersteller hat in den ersten sechs Monaten 2011 seine Erlöse um gut 44 % auf 77,1 Mill. Euro hochgedreht und dabei ein HGB-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 6,1 Mill. erwirtschaftet, nach 2,7 Mill. Euro vor Jahresfrist. Als Überschuss weist das Unternehmen 3,7 Mill. aus, womit der Wert des schwachen Vorjahres mehr als verdoppelt wurde.
Branche wird interessant
Wie die gesamte Zweiradbranche erlöst auch die Mifa den Großteil ihres Jahresumsatzes in den ersten sechs Monaten. Nach eigenen Angaben produzieren die Ostdeutschen etwa jedes vierte Fahrrad "made in Germany". Der überwiegende Teil der Mifa-Räder wird über große Handelsketten vertrieben. Die Ostdeutschen verfügen über Fertigungskapazitäten, mit denen sie jährlich 1 Million Fahrräder montieren könnten. 2010 produzierte Mifa 640 000 Bikes und erlöste damit einen Umsatz von 76,5 Mill. Euro. Dass die Branche interessant geworden ist, zeigt auch das jüngste Gerangel um Derby Cycle, die zwar weniger Fahrräder herstellen, aber - auch wegen des hohen Anteils an Elektrorädern - deutlich mehr Umsatz erlösen.
Quelle: Handelsblatt Datum: 07.10.2011 Seite: 024
Carsten Maschmeyer steigt aufs Rad
Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer steigt ins Fahrradgeschäft ein. Maschmeyer habe knapp 29 Prozent der Anteile der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) erworben, teilte das Unternehmen gestern mit. Beim derzeitigen Börsenkurs von 5,20 Euro ist Maschmeyers Aktienpaket etwa zwölf Millionen Euro wert. Verkäufer ist einer mit der Situation vertrauten Person zufolge der Unternehmer Michael Lehmann. Dieser hatte 1996 den seinerzeit angeschlagenen Fahrradhersteller zusammen mit dem derzeitigen Mifa-Vorstandschef Peter Wicht übernommen. Beide hatten den 1907 im sachsen-anhaltinischen Sangershausen gegründeten Produktionsbetrieb 2004 an die Börse gebracht. Eine Mifa-Sprecherin wollte sich zu dem Aktiendeal nicht äußern. Maschmeyer plant nach eigenen Aussagen ein langfristiges Engagement: "Die Bereiche Gesundheit und Fitness werden zukünftig stark wachsen", sagte er. Bekannt ist der Unternehmer vor allem durch die Finanzvertriebsfirma AWD, die er gegründet und bis 2009 auch als Co-Chef geleitet hatte. Maschmeyer ist mit der Schauspielerin Veronica Ferres liiert. Reuters
Quelle: DIE WELT Datum: 07.10.2011 Seite: 9
Carsten Maschmeyer
Unternehmer steigt bei Fahrradhersteller ein Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer steigt ins Fahrradgeschäft ein. Maschmeyer habe knapp 29 Prozent der Anteile der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) erworben, teilte das Unternehmen mit. Beim derzeitigen Börsenkurs von 5,20 Euro ist das Aktienpaket etwa zwölf Mio. Euro wert. Maschmeyer plant nach eigenen Aussagen ein langfristiges Engagement: "Die Bereiche Gesundheit, Fitness werden zukünftig stark wachsen." Er gründete die Finanzvertriebsfirma AWD, die er bis 2009 auch als Co-Chef leitete.



